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Isidori-Prozession

„Iatz moants der Isidor a amol guat mit ins Bauern!“, meinte ein Bauer früh morgens am Isidorsonntag, 7. Juli, mit Blick gen Himmel, der immer wieder seine nasse Pracht über Mieming ausschüttete. Bei dem einen Freud, bei den anderen Besorgnis, ob die größte der Mieminger Prozessionen überhaupt stattfinden konnte.

Doch pünktlich zum Start der Prozession riss der himmel auf und strahlte im schönsten Blau als Geleit für die Schützen, die Jungbauern, die Feuerwehr, die Schützengilde, den Chor, die Sänger und alle anderen Abordnungen, TrägerInnen und Beteiligten. Das Ferkulum ging auch 2019 um. Die Engel auf dem Farggele strahlten und die Gastmusikkapelle Karres begleitete den Zug durch Untermieming. Der Legende nach soll der Bauer Isidor von Madrid um 1070 gelebt haben. Gehorsam und Fleiß zeichneten ihn aus. Dabei vergaß er aber nie das Gebet und die Nächstenliebe. Mehrere Wunder werden dem Heiligen zugeschrieben. Unter anderem sollen ihm einmal Engel das Feld bestellt haben, während er unter einem Baum eingeschlafen war. Und genau diese Szene wird bei der Isidoriprozession zelebriert. Die Engel dürfen dabei jedes Jahr zwei Buben aus dem Dorf darstellen.

Nach der Prozession lud die Musikkapelle Mieming zum Isidorifest am Kirchplatzl. Mit Schnitzel, Burger, frisch gebratenen Grillhendln und Kuchen wurden die Gäste verköstigt, während die Musikkapelle Karres zum Frühschoppen aufspielte. Dank des nicht zu heißen Wetters war das Sitzenbleiben eine echte Wohltat nach der vergangenen Hitzewelle. Bis dann Isidor und Petrus doch einheitlich beschlossen, es wäre genug, und das Fest mit einem der Ernte mehr als zuträglichen Regenguss beendeten. Die Musikkapelle dankt allen Besuchern, Mitwirkenden und besonders den helfenden Händen für ein rundum gelungenes Fest.